
In diesem Artikel erfahren Sie, warum Dollarspot zwingend präventiv bekämpft werden muss und wie eine wetterbasierte Kombistrategie aus AntiTau plus und Romeo® Ihnen dabei hilft, Ihre Grüns dauerhaft zu schützen.
Dollarspot auf Golfgrüns: Warum Prävention alles ist
Kategorie: Greenkeeping · Sportrasen · Pflanzenschutz
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Wer als Greenkeeper morgens über die Grüns geht und die ersten silberweißen Flecken entdeckt, weiß es sofort: Der Dollarspot hat zugeschlagen. Was klein beginnt, kann sich innerhalb weniger Tage zu einem ernsthaften Schaden entwickeln. Kaum eine Pilzkrankheit im Golfrasen ist so schwer zu kontrollieren wie Sclerotinia homoeocarpa. Denn ist der Befall erst sichtbar, ist es für eine wirksame Behandlung meist schon zu spät.
Dieser Artikel erklärt, warum Dollarspot zwingend präventiv bekämpft werden muss, und wie eine wetterbasierte Kombistrategie aus AntiTau plus und Romeo® dabei hilft, Golfgrüns dauerhaft zu schützen.
Was ist Dollarspot und warum ist er so gefährlich?
Dollarspot ist eine der verbreitetsten Pilzkrankheiten auf Golfgrüns weltweit. Der Erreger Sclerotinia homoeocarpabefällt vor allem kurz geschnittene Rasenflächen wie Putting Greens, Tees und Fairways. Typisch sind die silber- bis strohfarbenen Flecken in der Größe eines Dollarstücks, daher der Name.
Der Pilz breitet sich nicht durch Regen aus, sondern vor allem durch Tau und hohe Luftfeuchtigkeit. Tautropfen auf dem Blatt sind das ideale Transportmedium für Sporen und Myzel. Bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30°C bildet sich Tau auf den Grüns. Bleibt das Blatt über mehrere Stunden nass, entstehen ideale Infektionsbedingungen für Dollarspot. Typisch für einen Dollarspotausbruch sind Gewitterlagen.
Sind die ersten Symptome sichtbar, sind die Schäden am Rasen bereits eingetreten. Eine kurative Behandlung kann das Ausbreiten verlangsamen, die befallenen Stellen erholen sich aber nur langsam. Für einen gepflegten Golfplatz bedeutet das sichtbare Beeinträchtigung der Spielqualität, aufwendige Nachpflege und Imageverlust.
Dollarspot muss präventiv bekämpft werden
Viele Greenkeeper reagieren erst, wenn der Schaden sichtbar ist. Der Pilz wächst zunächst unsichtbar im Bestand. Bis die ersten Symptome erscheinen, hat er sich längst ausgebreitet.
Die Lösung liegt in der vorausschauenden Prävention, ausgelöst durch das Wetter, nicht durch den Kalender.
Die Kombistrategie: AntiTau plus und Romeo®
Intrachem Bio Deutschland setzt auf eine zweiteilige Präventivstrategie, die wetterbasiert funktioniert und zwei unterschiedliche Wirkmechanismen kombiniert.
AntiTau plus: Taubildung verhindern
AntiTau plus ist ein Antitaumittel, das direkt an der Ursache ansetzt: Es verhindert die Taubildung auf den Grüns. Ohne Tau entsteht kein feuchtes Blattmilieu, und ohne feuchtes Blattmilieu hat der Dollarspot-Pilz keine Ausbreitungsmöglichkeit.
Nach der Anwendung bleiben die Grüns mit Mähbetrieb für rund drei Tage taufrei. Bei anhaltend feuchter Wetterlage muss AntiTau plus entsprechend nachgelegt werden.
Romeo®: Pflanzeneigene Abwehr aktivieren
Romeo® ist ein biologisches Pflanzenschutzmittel auf Basis von Cerevisane®, nicht lebenden Zellwänden des Hefestammes Saccharomyces cerevisiae LAS117. Der Wirkstoff induziert die pflanzeneigenen Abwehrmechanismen.
Die Graspflanze erkennt eine potenzielle Bedrohung früher und reagiert schneller. Romeo® ist als Pflanzenschutzmittel zugelassen für Rasen auf Sportplätzen und Golfplätzen und wirkt ausdrücklich gegen die Dollarflecken-Krankheit (Sclerotinia homoeocarpa).
Wichtig: Romeo® wirkt nur präventiv. Eine bereits erfolgte Infektion kann damit nicht geheilt werden. Die Schutzwirkung hält nach der Ausbringung etwa 7 bis 10 Tage an. Danach muss die Behandlung wiederholt werden, sofern die Wetterlage weiterhin kritisch ist.
So funktioniert die wetterbasierte Anwendung
Nicht der Kalender, sondern die Wetterprognose entscheidet über den Einsatz:
Auslöser: Die Wettervorhersage meldet eine relative Luftfeuchtigkeit von über 85 % zum Sonnenuntergang – Die Taupunktkurve im Meteogramm nähert sich der Temperaturkurve für mehrere Stunden an.
Maßnahme: Sofortige Ausbringung von AntiTau plus und Romeo® in Tankmischung:
- AntiTau plus: 10 L/ha
- Romeo®: 0,75 kg/ha
- Wasseraufwandmenge: 400 L/ha
Wirkdauer und Wiederholung:
- AntiTau plus hält die Grüns rund 3 Tage taufrei; bei anhaltender Feuchtigkeit nachlegen
- Romeo® alle 7 bis 10 Tage wiederholen, solange die Wetterlage kritisch bleibt
- Wird das Wetter wieder trocken, muss nicht weiter appliziert werden
Es wird nur dann behandelt, wenn das Infektionsrisiko tatsächlich besteht. Das schont Ressourcen und vermeidet unnötige Mittelaufwände.
Was für diese Strategie spricht
Biologisch und zugelassen. Romeo® ist als Pflanzenschutzmittel für den Golfrasen zugelassen und im Anhang der EU-Verordnung 540/2011 als Substanz mit geringem Risikopotenzial gelistet. Kein Resistenzproblem, kein Rückstandsproblem.
Flexibel einsetzbar. Romeo® ist mit den meisten gängigen Pflanzenschutzmitteln als Mischpartner kompatibel, da es keine lebenden Organismen enthält und sich problemlos in bestehende Programme integrieren lässt.
Wetterbasiert statt kalenderbasiert. Die Prognose entscheidet, nicht ein fester Spritzrhythmus. Das spart Mittel und schont den Rasen.
Doppelter Schutz. AntiTau plus und Romeo® wirken auf unterschiedlichen Ebenen: physikalisch über die Verhinderung von Tau und physiologisch über die Stärkung der Pflanze. Beide Ansätze zusammen sind wirkungsvoller als jeder Einzeleinsatz.
Sollte ein Befall zu stark werden, kann als weiterer Baustein ein klassisches Fungizid zum Einsatz in Kombination mit AntiTau plus und Romeo® kommen.
Fazit
Dollarspot lässt sich schwer kurieren, er muss verhindert werden. Wer wetterbasiert und präventiv handelt, schützt seine Grüns, spart aufwendige Nachpflege und hält die Spielqualität dauerhaft hoch.
Die Kombination aus AntiTau plus und Romeo® bietet Greenkeepern eine praxisnahe, biologisch verträgliche Lösung, die genau dann eingesetzt wird, wenn sie gebraucht wird.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Nur für den beruflichen Anwender. Der Besitz des Sachkundenachweises Pflanzenschutz ist zum Erwerb und zur Anwendung des Pflanzenschutzmittels notwendig.
Mehr Informationen:
Romeo® auf intrachem-bio.de | Alle Sportrasen-Produkte
Bestellung über info@intrachem-bio.de oder unser Kontaktformular
FAQ:
Wo kann ich bestellen?
Unter info@intrachem-bio.de oder telefonisch unter +49 6434 90 55 100.
Warum muss die Behandlung präventiv erfolgen?
Dollarspot wächst zunächst unsichtbar im Bestand. Bis Symptome erscheinen, hat sich der Pilz bereits etabliert. Beide Produkte, AntiTau plus und Romeo®, wirken nur im Vorfeld einer Infektion: AntiTau plus verhindert die Taubildung, Romeo® aktiviert die pflanzeneigene Abwehr. Ist der Pilz erst aktiv, greifen diese Mechanismen nicht mehr.
Was ist das Auslösesignal für eine Behandlung?
Die Wetterprognose. Sobald die Vorhersage eine relative Luftfeuchtigkeit von über 85 % zum Sonnenuntergang meldet und die Taupunktkurve im Meteogramm sich der Temperaturkurve über mehrere Stunden annähert, sollte die Behandlung erfolgen, bevor die Nacht einsetzt. Nicht der Kalender, sondern das tatsächliche Infektionsrisiko bestimmt den Einsatz.
Wie lange muss ich mit AntiTau plus und Romeo® behandeln?
Solange die Wetterlage kritisch bleibt – Typisch sind Gewitterlagen. Wird es wieder trocken und die Luftfeuchtigkeit sinkt dauerhaft unter die kritische Schwelle, ist keine weitere Behandlung notwendig. Die Strategie ist bewusst bedarfsorientiert, nicht kalenderbasiert.
Muss ich AntiTau plus und Romeo® immer zusammen ausbringen?
Bei der ersten Anwendung ja, da beide Wirkmechanismen zusammen den vollständigen Schutz bilden. Bei Folgebehandlungen gilt: AntiTau plus nach Bedarf, sobald die Taufreiheit nachlässt. Romeo® erst nach 7 bis 10 Tagen wiederholen, da die Schutzwirkung des Elicitors länger anhält.
Kann ich AntiTau plus und Romeo® mit anderen Pflanzenschutzmitteln kombinieren?
Ja, jedoch muss zwingend vorher eine Mischprobe durchgeführt werden, um etwaige Inkompatibilitäten auszuschließen.
Wie wirkt AntiTau plus?
AntiTau plus verhindert die Bildung von Tau auf der Blattoberfläche. Ohne Tau entsteht kein feuchtes Blattmilieu, das der Dollarspot-Pilz zur Ausbreitung benötigt. Die Wirkung hält rund drei Tage im laufenden Mähbetrieb an.
Wann muss AntiTau plus nachgelegt werden?
Bei anhaltend feuchter Wetterlage nach etwa drei Tagen. Wird selten gemäht, sind längere Applikationspausen möglich. Wird das Wetter trocken, ist kein Nachlegen notwendig.
Ist Romeo® als Pflanzenschutzmittel zugelassen?
Ja. Romeo® ist als Pflanzenschutzmittel zugelassen für Rasen auf Sportplätzen und Funktionsflächen auf Golfplätzen, ausdrücklich auch gegen die Dollarflecken-Krankheit (Sclerotinia homoeocarpa). Es ist im Anhang der EU-Verordnung 540/2011 als Substanz mit geringem Risikopotenzial gelistet.
Wie oft darf Romeo® eingesetzt werden?
Auf Rasen sind bis zu 25 Anwendungen pro Kalenderjahr zugelassen. Im Rahmen der Dollarspot-Präventionsstrategie wird Romeo® alle 7 bis 10 Tage wiederholt, solange die Infektionsgefahr besteht.
Kann Romeo® mit anderen Pflanzenschutzmitteln gemischt werden?
Ja. Da Romeo® keine lebenden Organismen enthält, ist es als Mischpartner mit den meisten gängigen Pflanzenschutzmitteln kompatibel und lässt sich problemlos in bestehende Programme integrieren.
Wirkt Romeo® auch kurativ?
Nein. Romeo® wirkt ausschließlich präventiv. Eine bereits erfolgte Infektion kann damit nicht geheilt werden. Das Übergreifen auf Neuzuwachs kann aber gemindert werden.
Welche Aufwandmenge gilt für Romeo® im Rasen?
0,75 kg/ha in 400 L Wasser/ha, im Abstand von 7 bis 10 Tagen.
Gibt es Resistenzrisiken bei Romeo®?
Nein. Da Romeo® keinen direkten fungiziden Wirkstoff enthält, sondern die Pflanze aktiviert, besteht kein Resistenzrisiko für den Pilz. Das macht Romeo® zu einem wertvollen Baustein im Resistenzmanagement, besonders bei wiederholtem Fungizideinsatz.